Das kreative Team bei BioWare – Freitagupdates, Trailer und Spielemessen
- 1. September 2011 - 19 Uhr
- von Sooks
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Mit fortwährender Präsenz werden uns jeden Freitag zahlreiche Videos, Trailer und Screenshots im wöchentlichen Update der offiziellen Seite präsentiert. Auch auf Spielemessen dürfen epische Trailer und gut kombinierte Szenenzusammenstellungen natürlich nicht fehlen. Wer aber steckt hinter diesen Medien? Wieviel Arbeit und Aufwand wird in diese Projekte investiert? Wie funktioniert der Entstehungs- und Entscheidungsprozess hinter den Kulissen? Und vor allem: Was bringt uns die Zukunft aus der kreativen Abteilung BioWare‘s? Video Editor Brian Arndt und Media Designer Robin Khamsi gaben auf der PAX ein paar lesenswerte Antworten.
Mit Gamescom und PAX Prime standen im August gleich zwei große Spielemessen ins Haus. Natürlich versuchte dort jeder Entwickler das eigene Produkt in möglichst bestem Licht zu präsentieren und umso verständlicher ist es, dass Spielehersteller mit immer atemberaubenderen Trailern und Videosequenzen die Masse begeistern. In solche Szenen fliesst eine Menge an Vorbereitung und Aufwand; da stellt sich die Frage, wie ein solcher Entstehungsprozess bei BioWare genau aussieht.
Am Anfang war die Idee
Wie so oft, beginnt alles mit einer Idee. Was ist cool? Was ist neu und lohnenswert zu sehen? Welches Material wurde so intensiv überarbeitet und poliert, dass es noch einmal gezeigt werden sollte? Normal entstehen diese Ideen im Büro und machen einmal die Runde um ausreichend Zuspruch zu finden. Dann wird gefilmt, geschnitten und sicher gegangen, dass alles wirklich gut aussieht. Das allein benötigt meist alle vier Editoren des Teams. Dann entwerfen die Autoren eine Geschichte dazu und das Material kann zusammen geschnitten werden. Nochmals geht es auf Reise und muss von einigen Autoritäten im Büro abgesegnet werden – manchmal passt es gleich so, hier und da muss nachgefilmt oder nachbearbeitet werden.
“Es ist nicht Star Wars genug”
Ausserdem gibt es neben den Trailern auch kleine Videosequenzen. Diese werden grundsätzlich von Designern, Community-Verantwortlichen und der Marketingabteilung ausgewählt. Meist wird ein Skript vorgelegt, dass dann illustriert werden muss. Aufgrund der hohen Ansprüche und Erwartungen wird jedes Video an den verschiedensten Stellen innerhalb des Team geprüft und bestätigt, egal ob das EA, LucasArts, BioWare oder BioWare in Edmonton ist. Überall ist man begeistert und engagiert, den Spielern nur das beste zu liefern. “Es ist nicht Star Wars genug“, gehört dabei zur Tagesordnung. Funktionierende Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Unternehmen ist natürlich Vorausetzung dafür, das das Ergebnis umso besser wird.
Grundsätzlich unterscheiden sich die Zeitrahmen für Messenmaterial und Freitagsupdates merklich. Messevideos bedürfen zwar der gleichen Zuwendung, bringen aber fast immer eine sehr viel engere Deadline mit sich. Für Freitagsupdates hat man hingegen wesentlich mehr Zeit und kann allem beruhigt den letzten Schliff verpassen. Beide Varianten passieren natürlich die selben Station vor der Veröffentlichung und sollten Bedenken auftauchen, wird nicht veröffentlicht.
BioWare und Fraps
Interessanterweise arbeitet man bei BioWare dabei die meiste Zeit mit Fraps. Alle Computer sind auf die vorgeschlagenen Standards aufgerüstet und funktionieren einwandfrei. Selbstverständlich wird alles Material nur auf höchsten Einstellungen aufgezeichnet, wobei die selben Tools verwendet werden, welche auch die Programmierer und Entwickler für Ingameinhalte nutzen. Nichts also was in den Videos zu sehen ist, ist nicht auch im Spiel möglich. Es gilt die Spieler zu involvieren und dabei aus einem cineastischen Winkel anzusprechen.
Verständlich, dass ein stressiger Job wie dieser, auch viel Spaß machen sollte. Glücklicherweise beteuern die meisten Entwickler bei BioWare, mindestens genauso begeistert über das Spiel zu sein, wie die Fans. Man arbeite an einem Star Wars Spiel, weil es ein Star Wars Spiel und nicht unbedingt der eigene Job sei. Das mögen die Entwickler vor allem auf Messen zu zeigen – ihrer einzigen wirklichen Gelegenheit, in direkten Kontakt mit Fans zu treten und Begeisterung mit ihnen zu teilen.
Apropos Fans
Diese wollten unbedingt wissen, ob es einen Botschafter-Rüstungs-Fortschritt geben würde und warum der Kopfgeldjäger gleich zwei dieser bekam. So wirklich wollte man zumindest auf die erste Frage nicht eingehen. Ja, der Botschafter trägt Rüstung. Ja, das bedeutet auch, dass das Video dazu existiert. Wann es allerdings erscheinen wird? Vielleicht nach dem Launch, in sechs Monaten, in zwei Jahren. Wer weiss. Zum Kopfgeldjäger trauten sich die Entwickler, etwas mehr zu sagen. Das erste Video wurde als Prototyp für eine Messe erstellt. Den wollte man später erweitern, um die visuellen Unterschiede zwischen Erweiterten Klassen besser zu hervorzuheben.
Zu guter letzt versprachen beide große Pläne für die Zukunft und dass obwohl sie sich scherzhaft am liebsten zwei Jahre Urlaub nach Launch wünschten. Ob Timelines eine solche Sache sein könnten beantwortete man mit einem vielleicht.
Das Original gibt’s hier bei DarthHater.












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