Sind Sith in SWTOR grundsätzlich böse? Ansichtssache!
- 8. Februar 2011 - 23 Uhr
- von Freynan
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In einem langen Forenbeitrag beschäftigte sich SWTOR Chef-Autor Daniel Erickson nun mit einer höchst philosophischen Frage: Sind die Sith in Star Wars grundsätzlich böse, gibt es Ausnahmen in Star Wars: The Old Republic und wer bestimmt eigentlich, was böse ist und was gut?
Zu Beginn stellt Erickson klar, dass Star Wars oberflächlich betrachtet sehr simpel, märchenhaft gestrickt, doch unter dieser Oberfläche unendlich kompliziert sei. Zu beinahe jeder Regel gäbe es ausnahmen. Er wolle sich jedoch in seinem Beitrag mit der Regel befassen. “Sith sind böse.”
“Die Philosophie der Sith ist böse und fördert die Bösartigkeit ihrer Anhänger. Wir können ewig darüber philosophieren, ob etwas tatsächlich böse ist oder gut, doch wenn wir von unserer modernen, westlich geprägten Sichtweise her das Böse definieren, sind die Sith ganz klar böse.
Sie stellen persönliche Belange über die der Gruppe, Macht über Mitleid und sprechen allem das Recht zu leben ab, was nicht für sein Überleben kämpfen kann. Gnade, Mitleid, Großmut, all das wird als Schwäche angesehen. Wut und Zorn werden als Stärken angesehen. Diese Leute sind keine, die die meisten von uns gerne als Nachbarn oder Arbeitskollegen hätten. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Sith sich selbst als “böse” erachten würden”
Daraufhin schlägt Erickson gekonnt einen Bogen und verdeutlicht, dass die Ansicht darüber, was böse ist und was nicht durchaus auch beim Spieler eine andere hätte sein können, wenn er ein paar Hundert Jahre früher gelebt hätte.
“In den meisten Gebieten unserer Welt wird Sklaverei als etwa unsagbar schlimmes angesehen, jedoch erst seit den letzten Jahrhunderten. Imperialismus, Expansion durch Eroberung, das Geburtsrecht weniger, viele zu beherrschen – all dies wurde in den verschiedenen Kulturen unserer Welt über weite Zeiträume der Geschichte hin akzeptiert und als natürlich erachtet. im Star Wars Universum glauben Gefolgsleute der Sith wahrhaftig, dass jene Dinge, die wir für böse halten zum Besten der Gesellschaft sind. Sie sehen das Chaos, die Korruption und die ständigen Machtkämpfe innerhalb der Republik und spotten: “Was diesen Leuten fehlt, ist eine starke Führung.”
Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Friedensbewegungen gewöhnlich während der Regierungszeit schwacher, abgelenkter oder habgieriger Herrscher zustande kamen, die sich nicht um ihr Volk kümmerten. Das Sith-Imperium lebte über 1000 Jahre unter einem Imperator, der das Volk aus dem Nichts heraus wiederaufbaute, es Ruhmreich in einen Eroberungsfeldzug gegen die Nachbarn führte, dem Imperium wieder zu alter Stärke verhalf und Rache an der Republik nahm. Einer Republik, die daran Glaubte, das Imperium bereits gänzlich ausgelöscht zu haben. Wäre dies im alten Rom geschehen, hätte die Mehrheit der Bevölkerung dem Imperator/Kaiser zu Ehren eine Siegesparade abgehalten und nicht nach einer demokratisch gewählten Regierung gefragt”
Erickson führte noch weiter aus, dass man in Star Wars: The Old Republic jedoch keineswegs die Meinung und Wertevorstellung der Sith teilen müsse, wenn man eine Klasse der Fraktion des Sith-Imperiums wählt. Man könne die Ausnahme sein, sich aussuchen, was von allem man bereit ist zu glauben und was nicht.












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