Alle Jahre wieder, kommt das Christuskind. Auf die Erde nieder, wo wir Menschen sind. Und dieses mal hat der gute Weihnachtsmann für alle Star Wars: The Old Republic Fans ein ganz besonderes Geschenk im Gepäck. Nach einer fast vierjährigen Odyssee kommt BioWares AAA-Titel endlich in die Geschäfte und somit in die Hände der sehnsüchtig wartenden Fans. Zwar befinden sich fast alle MMOs einer solche Größe ungefähr fünf Jahre in der Produktion. An The Old Republic hatte man allerdings schon immer höhere Erwartungen gestellt. Wie überraschend ist nun also das plötzlich angekündigte Erscheinungsdatum und wie viel Marketing-Strategie steckt wirklich dahinter? TEIL ZWEI.

Die heutige Ausgabe von Sooks’ Sonntags SWTOR-Y wird in zwei Teilen erscheinen, da das diskutierte Thema einen größeren Umfang erfordert. Wer den erste Teil verpasst hat, kann hier nachschauen. Viel Spaß mit der wöchentlichen Umfrage und beim Abstimmen!

Fortgesetzt

Ehrlich gesagt ist der 22. Dezember 2011 die einzig logische Entwicklung. . .
BioWare hatte “Holiday 2011″ bereits als Erscheinungsfenster angegeben und war sich der Tatsache ganz genau bewusst, das Datum nicht ein weiteres mal verschieben zu können. Zwar hatte man die Möglichkeit nicht völlig ausschliessen wollen, allerdings steuerten die Entwickler über die letzten Wochen und Monate strikt auf einen Release noch vor dem Ende des Jahres hin. Auch zeigten uns die Entwicklungen der letzten Wochen, dass mit den verzögerten Beta-Wochenenden und einem neuen Client-Build noch viel, sehr viel Arbeit ansteht, während die Konkurrenz aber bestmöglich umgangen werden muss.

Wie ihr sehen könnt, wird kein Erscheinungsdatum völlig zufällig gewählt. Ganz im Gegenteil, es ist von so vielen verschiedenen Dingen abhängig, dass man BioWare fast Respekt zollen muss für ihren bisherigen Balanceakt. In welchem Zustand befindet sich das Spiel? Sind technische Probleme behoben und kann eine reibungslose Veröffentlichung garantiert werden? Sind die Beta-Tester zufrieden und kann man Spieler mit dem ersten Spielkontakt begeistern? Fällt das Spiel in das dafür vorgesehene Budgetquartal des Publishers? Was treibt die Konkurrenz?

Spiele wie Battlefield 3, Modern Warfare 3 oder Skyrim zum Beispiel sind aufgrund ihrer unterschiedlicher Zielgruppen natürlich weniger eine Bedrohung für EA und BioWare, kommen aber allesamt im Herbst diesen Jahres auf den Markt und stellen somit eine kaum vernachlässigbare Konkurrenz dar. Nicht jeder Spieler kann sich in diesem Spielehit-Herbst jeden Titel leisten, nur logisch also, dass irgendwo Abstriche gemacht werden müssen.

Das alte Lied – Europa, the beautiful

Übrigens: Wie schon beim urgewaltigen World of Warcraft wird es auch bei Star Wars: The Old Republic drei verschiedene Bezahlpakete geben. Alle drei Pakete werden in Sachen Preisumfang und Zeitdauer exakt identisch zu denen von WoW sein. Wieder eine Entscheidung, die auf den ersten Blick selbstverständlich scheint. Auf der einen Seite kann es sich BioWare sicherlich nicht leisten, mehr Geld als die Konkurrenz zu verlangen. Auf der anderen könnte ein niedrigerer Preis potentiell weitere Kunden anziehen, viel Spielraum für eine Preissenkung stünde BioWare allerdings nicht zur Verfügung, um Qualität und Service über weite Strecken konkurrenzfähig aufrecht zuerhalten und zukünftige Erweiterungen und Inhalte zu ermöglichen. Ein identisches Preispaket wäre die einzig richtige Entscheidung gewesen, wenn – oh wenn – man sich der EU-Problematik angemessen genähert hätte.

Dieses Thema ist für einige Fans bei weitem keiner Würdigung wert. Viele andere hingegen sehen sich von internationalen Spielefirmen unfair behandelt und in ihrer Auffassung bestärkt, dass das Ungleichgewicht zwischen USA und EU weiterhin ein unnötiges Übel ist. Was bereits bei World of Warcraft über tausende von Posts an allen Ecken und Enden heiß diskutiert wurde, findet nun auch seinen fraglichen Weg in BioWare’s MMO. Generell würde man denken, dass ausgeglichene Preise für sowohl US- als auch EU-Spieler kein Problem seien. Umso kurioser, dass ein Europäer auch bei Star Wars: The Old Republic mehr Geld bezahlen muss, als sein amerikanischer Spielerkollege in den USA. Schade, dass die Anpassung der Preise bei einem als “internationalen Service” beschriebenen Dienst so schwer zu fallen scheint.

Liebe und Zuneigung

2007 habe ich ein halbes Jahr lang Wahlkampfkampagne für Obama bestritten, trotzdem werden mich einige von euch gleich als konservativ beschreiben. Normal ist es für mich kein Problem, wenn ein Spiel so kurz vor Weihnachten und der damit verbundenen wirklichen Feiertage erscheint. Bei einem gigantischen Projekt wie The Old Republic und der Tatsache, dass es sich hierbei um ein Massively Multiplayer Online Spiel handelt, welches grundsätzlich während der kritischen ersten Wochen wahnsinnig viel Liebe und Aufmerksamkeit seitens der Entwickler benötigt, stellt sich mir allerdings die Frage, inwiefern man dem unstillbaren Verlangen nach Support und Bugfixes in den ersten Tagen nachkommen möchte. Klar, man könnte den Entwicklern einfach sämtliche Urlaubstage streichen. Ist ja nicht so, dass diese über die letzten vier Jahre eher gezwungenermaßen ein paar mehr angesammelt haben, aber ob denen diese Idee auch so gut gefällt, wie mir? Mhmm.

Das ist auf alle Fälle eines der positivsten Dinge am so späten Erscheinungsdatum. Neben der Möglichkeit, so lange wie möglich Bugs zu beheben, weitere Elemente ins Spiel zu integrieren und der Konkurrenz auszuweichen, ist für mich Spiele-Nerd folgendes wahrscheinlich das beste – die Feiertage 2011. Wie unerwartet, der Kreis schliesst sich und wir sind wieder beim alten Thema, den Holidays 2011. Egal, ob ich als fanatischer Spielefreak jede freie Minute während der Feiertage mit dem Spiel verbringe oder als Gelegenheitsspieler die Chance erkenne, den ein oder anderen freien Tag im Spiel zu erleben, mit diesem Erscheinunstag ist definitiv etwas für jeden Spieler dabei.

Was bedeutet für euch das überraschende Erscheinungsdatum am 22. Dezember 2011? Haltet euch nicht zurück, stimmt ab und lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Seid ihr mit dem überraschenden Erscheinungsdatum am 22. Dezember zufrieden?

  • Ja, auch wenn es etwas spät ist.
    40%
  • Absolut, es könnte gar nicht besser kommen.
    24%
  • Nein, das Spiel erscheint viel zu spät.
    17%
  • Mir egal, so lange das Spiel noch dieses Jahr erscheint.
    10%
  • Absolut nicht, es hätte nicht schlimmer kommen können.
    4%
  • Neeee, weil . . .
    3%
  • Jaaaah, weil . . .
    2%

Stimmen: 2.149


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