SWTOR Interview mit Emanuel Lusinchi – Gilden, Rüstungsmods und Open-World PvP auf allen Servern
- 24. August 2011 - 22 Uhr
- von Sooks
- 2 Kommentare
Besonders in den letzten Tagen haben wir ausschliesslich Informationen durch entweder Lead Designer Gabe Amatangelo oder Community Manager Stephen Reid erhalten. Dass es noch ganz andere fleißige Mitarbeiter bei BioWare gibt, dürfen wir dabei selbstverständlich nicht vergessen! So ist es unseren Kollegen von Tentonhammer gelungen Associate Lead Designer Emmanuel Lusinchi auf der Gamescom ein Interview abzuringen.
Gildenboni hoffentlich noch zum Launch
Zuerst stellt Lusinchi das Allianzsystem kurz vor. Es sei eine großartige Möglichkeit für Spieler, sich bereits vor dem Start zusammen zu finden. So möchte man bei BioWare sicherstellen, dass befreundete Spieler nicht auf unterschiedlichen Servern enden. Weitere Ziele soll das System allerdings vorerst nicht verfolgen. So wird es zum Start keine zusätzlichen Boni für Interaktionen zwischen alliierten bzw. feindlichen Gilden geben. Überhaupt müssen sich Gildenfans noch ein wenig gedulden, denn momentan findet man weder Gildenbank, noch Gildenembleme im Spiel. Lusinchi versichtert aber, dass man besonders an ersterem verstärkt arbeite und bis Launch im Spiel haben wolle.
PvP-Matchmaking der anderen Art
Als nächstes erfahren wir mehr über PvP und erhalten einen groben Einblick in das innovative Matchmaking-System, dass vor allem für niedrige Charaktere entwickelt wurde. In Star Wars: The Old Republic können Spieler aller Stufen am PvP teilnehmen und gemeinsam in ein und dem selben Kriegsgebiet landen. Um Wartezeiten für vor allem Spieler niedrigerer Stufen so gering wie möglich zu halten, hebt man nämlich die Stärke aller angemeldeten Spieler etwa auf die der Stufe 50. Hierbei versucht man zuerst, Spieler gleicher Stufen zusammen zu führen. Sollten sich dann immer noch nicht genügend Spieler finden lassen, greift das System ein und bringt Spieler unterschiedlicher Stufen in ein Kriegsgebiet. BioWare legt hier viel mehr Wert auf individuelles Talent als die Stufe eines Spielers. Spieler der höheren Stufen müssen sich dabei keine Sorgen machen, verfügt man als solcher generell über ein größeres Arsenal an Fähigkeiten.
Überraschenderweise legt BioWare sehr viel mehr Wert auf PvP, als man anfangs vermuten ließ. Insgesamt sieht man sowohl PvE als auch PvP als grundlegende Spieleinhalte und möchte beide dementsprechend gleichwertig belohnen. Es ist BioWare wichtig, dass Spieler beider Inhalte auf ihre Kosten kommen. Deshalb bietet man PvP-Spielern Erfahrung, Credits und Valor: eine Art Ruf, den man nur durch PvP-Aktivität ansammeln kann um in einem Rangsystem aufzusteigen und neue Gegenstände freizuschalten. Sicher steht es jedem Spieler frei, womit er seine Zeit im Spiel verbringt, allerdings erwartet man bei BioWare hauptsächlich PvE-orientierte Spieler, die PvP als ansprechende und anspruchsvolle Nebenbeschäftigung betreiben werden.
Open-World PvP verspricht koordiniertes Chaos
Damit kommen wir zum besonders interessanten Teil. Parallel zum normalen PvP wird es sogenanntes Open-World PvP auf allen Servern geben. Diese Art von Spieler-gegen-Spieler Szenarien dürfen nicht mit den obligatorischen Begegnungen gegnerischer Spieler auf PvP-Servern verwechselt werden. Hierbei handelt es sich vielmehr um eine zusätzliche Version von organisiertem PvP: Open-World PvP soll Mitglieder beider Fraktionen motivieren besondere Missionen in den dafür vorgesehen Gebieten zu erledigen. Man möchte das soziale Erlebnis fördern und Spielermassen an bestimmten Brennpunkten mehr oder weniger kontrolliert aufeinander treffen lassen. Das Ganze wird sogar mit einer eigenen – vom Valorsystem völlig unabhängigen – Währung belohnt. Zwar kann man die eine Währung mit der jeweils anderen tauschen, insgesamt wird der Spieler aber motiviert an beiden Versionen gleichermaßen teilzunehmen. BioWare fokusiert also die soziale Aktion durch cleveres Design an verschienden Standorten und überlässt den Rest den kampfeslustigen Spielern.
Shuttlepunkte, Vehikel und ganz spezielle Technikmodifikationen
Kommen wir nun zur Fortbewegung in Star Wars: The Old Republic. Neben den Standardvehikeln, die jedem Spieler ab bestimmten Stufen zu Verfügung stehen, gibt es auch ein eingebautes Shuttlesystem. Dieses dürft ihr euch wie eine festes Routensystem vorstellen. Um zu bestimmten Punkten reisen zu können, müsst ihr diese vorher durch einen ersten Besuch freigeschaltet haben. Momentan bindet man sich dann an diesen Punkt und fliegt immer zu diesem zurück. Allerdings arbeite man zur Zeit an einer anderen Idee, die man bis Launch noch fertigstellen möchte. Für persönliche Vehikel wird es eine Stufenbegrenzung in den mittleren Leveln geben. Aufgrund der enormen Größe eines jeden Planeten ist es eine riesige Motivation für Spieler, ihre persönlichen Vehikel freizuspielen, allerdings wird man schon eher einen kleinen – weniger schnellen und attraktiven – Geschwindigeitsboost erhalten.
Zum Schluss quält Lusinchi die Fans noch ein wenig und weicht gezielt einer Frage nach dem Modifikationssystem aus. In SWTOR wird jeder Spieler das Leben seiner Lieblingsgegenstände um ein betrechtliches verlängern können. Genauere Informationen zu diesem schon lange geforderten Feature kann er zwar noch nicht preisgeben, verspricht aber ein flexibles und “wirklich gutes System“.
Das Original findet ihr hier.
Was haltet ihr vom neuen Matchmaking System? Ist Open-PvP für euch eher Fluch oder Segen? Könnte sich hinter den Rüstungsmods tatsächlich ein langersehntes, innovatives Feature verbirgen? Was meint ihr? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!












Ja, da stecken einfach super Infos drinnen
interessant
danke fürs Übersetzen, ist ja jedesmal irre Arbeit!!
Ich freu mich auf das PvP! auch wenn ich eher PvE mache