Der Sith-Inquisitor ist einer der mächtigsten und gleichsam gefürchtetsten Vertreter des Sith-Imperiums. Sein eiserner Wille, das streben nach Macht und Einfluss innerhalb des Imperiums sowie seine skrupel- und erbarmungslose Vorgehensweise gegenüber Feinden, Verrätern und Abtrünnigen sind legendär. Der Inquisitor ordnet stets alles seinem Willen unter – und dabei scheut er vor nichts zurück. Er manipuliert Freund und Feind, nutzt und missbraucht andere für seine Zwecke, geht buchstäblich über Leichen, um seine Ziele, und die des Sith-Imperiums, zu verwirklichen.

Nur wenige derer, die sich als Akolythen harten, gefährlichen Prüfungen stellen müssen, und einem erbitterten Wetteifern um die Gunst ihres Sith-Lords ausgesetzt sind, überleben diese Tortur. Jene unbarmherzige Auslese garantiert jedoch, dass nur die gerissensten, grausamsten und fähigsten Sith in den Rang eines Sith-Inquisitors aufsteigen und sich in einer zu tiefst niederträchtigen und verdorbenen Gesellschaft zurecht finden – wo Lüge, Hass, Verrat und Missgunst den Alltag bestimmen.

Neben seinem Talent, Situationen blitzschnell einzuschätzen, andere zu manipulieren, Zwietracht zu streuen und sich dadurch Vorteile zu verschaffen, beherrscht der Sith-Inquisitor zudem den Umgang mit dem Laserschwert in Perfektion. Sogar der schwer zu erlernende, und noch schwieriger zu meisternde, Kampfstil mit einem Doppellichtschwert ist ihm vertraut. Nur die geschicktesten Schwertführer verwenden ein Lichtschwert mit Doppelklinge, da auch schon die geringste Unachtsamkeit zu schwerwiegenden Verletzungen oder gar zum Tod führen kann – und das nicht nur beim Gegner.

Doch der Sith-Inquisitor ist weit mehr als nur ein geschickter Schwertkämpfer und Intrigant. Seine gefürchtetste und beeindruckendste Waffe ist die Gabe, durch seinen Willen die Energie der dunklen Macht zu kanalisieren und sie in verschiedener Weise gegen Feinde einzusetzen. Beim Kanalisierungsvorgang  verschießt der Inquisitor Blitze aus den Kuppen seiner Finger, die sich mit Lichtgeschwindigkeit auf Gegner zufliegen und mit einem unheilvollen Knistern über sie kommen.

Der Sith-Inquisitor kann seine Machtblitze auf vielfältige Art und Weise zur Anwendung bringen. Will er einen Soldat der Republik etwa nur für eine gewisse Zeit außer Gefecht setzen, hält er ihn in einem Energiesturm gefangen. Will er ihn lähmen oder gar töten, lässt er ein Gewitter aus gezielten Machtblitzen auf ihn einprasseln. Will es der Sith-Inquisitor mit ganzen Gruppen aufnehmen, so nutzt er die Macht dazu, seinen eigenen Körper mit unbändiger Energie anzufüllen, die er dann gezielt in einer Machtenergiewelle freisetzt, deren Schockwelle im näheren Umkreis alles zu Boden reißt und beträchtlichen Schaden anrichtet.

Wie mächtig ein Sith-Inquisitor in Wirklichkeit ist, äußert sich jedoch vor allem dadurch, dass er nicht nur in der Lage ist es mit, ganze Heerscharen aufzunehmen, und ihnen die Lebensenergie zu entziehen, sondern auch Verbündeten neues Leben einzuhauchen, sollten diese es auf dem Schlachtfeld ausgehaucht haben. Diese Form der Energieübertragung ist äußerst selten und eine Gabe, um die der Inquisitor beneidet wird.

Als wäre all das noch nicht genug, kennt der Ehrgeiz und das Machstreben des Inquisitors keine Grenzen. So ist er bestrebt, uralte Geheimnisse zu ergründen, die ihm neue Nutzungswege der Macht aufzeigen sollen.

Um seine Macht und Stärke wissend, verzichtet der Sith-Inquisitor getrost auf dicke Panzerungen oder moderne technische Ausrüstung, wie sie etwa die Imperialen Argenten oder Kopfgeldjäger einsetzen. Der Inquisitor hüllt sich lieber in prachtvolle Gewänder und Roben, deren Farbgebung seine Charakterzüge und Fähigkeiten unterstreichen sollen. Zudem würden bewegungseinschränkende Rüstungen den Inquisitor lediglich im Schwertkampf hinderlich sein, und noch viel schlimmer: die Kanalisierung von Machtblitzen behindern.